„...genieße den Moment, bevor er zur Erinnerung wird.“


Augen auf Peoples

 

Das „Maas“ ist voll während Justizia und Heiko wirklich alles geben, ist das noch Fair

 

3. Juli 2017

Jetzt geht es allen Menschen die eine „freie Meinung“ haben und das auch noch auf Youtube, Facebook, Twitter&Co publizieren, an den digitalen Kragen. Demokratie geht halt doch nicht mit Meinungsfreiheit komplett unisono. Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder das sagt, was er so einfach denkt und dann auch noch postet. Himmel, Himmel, das geht gar nicht.  

 

Meinungsfreiheit endet da, wo „Kesseltreiben“ beginnt. So die erleuchteten heiligen Worte von Heiko Maas unserem aufs äußerste angespanntem Bundesjustizminister. Es gibt aber auch leider zu viel Hass und Gewalt, Naziparolen und böses linksextremes Gedankengut und „Fake-News“. Jetzt geht der Kampf um freies Internet in der Politik erst richtig los. 

 

Denn innerhalb von 24 Stunden müssen eindeutig angelegte Hetz- und Hasskommentare oder auf gut „Neudeutsch“ hate speech bzw. Terror-Propaganda gelöscht werden, sonst droht Heiko den Sozialplattformen mit einer Geldstrafe von bis zu 50. Millionen Euro. Da lässt sich Heiko nicht lumpen und schlägt gnadenlos zu. Schäuple ist schon ganz hippelig, was da wieder an Gelder in seine geschröpfte, deutsche Finanz-Bundeslade rollt. Die schwarze Null kommt immer näher und das ist ja so aufregend. 

 

Die Grünen scheiterten, die Linke stimmte dagegen und die exorbitante Koalition holt noch mal zum großen und wahrscheinlich letzten gemeinsamen Rundumschlag der Nation aus, bei der Abstimmung der sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz NetzDG. Am 7. Juli wird sich dann, der Bundesrat mit diesem unsagbaren digitalen Dilemma auseinandersetzen müssen. 

 

Der neue Gesetzesentwurf macht es für Heiko einfacher, gegen strafbare Inhalte eindeutiger Natur vorzugehen. So sind Äußerungen zum Nationalsozialismus in Deutschland strafbar, während diese zum Beispiel in den USA, unter die Meinungsäußerungsfreiheit fallen. Bei Nichtbeachtung wird es auf jeden Fall immens teuer, gerade für bescheidene deutsche Verhältnisse. 

 

Es werden mehr Onlineplattformen betroffen sein, als man sich das hierzulande vorstellen kann. Der Branchenverband Bitkom, hat laut Euronews auch schon erste Bedenken angemeldet, das dieses Gesetz, äußerst charmelos ausgenutzt werden könnte. Die Formulierungen seien in der Regel sehr schwammig konzipiert und entbehrten jeglicher Grundlage, um wirklich ernst genommen zu werden. Es gibt also noch viel zu tun. Auch die Gefahr des sogenannten „Overblockings“ sei sehr hoch, also das dramatische Sperren mehrerer IP-Adressen oder die Sperrung eines gesamten IP-Blocks durch Blockierung des jeweiligen DNS-Servers wird nicht sonderlich professionell berücksichtigt. 

 

Es könnte nun dazu kommen, das lieber einmal zu viel als einmal zu wenig auf den „Löschknopf“ gedrückt wird und somit eine neue Liquidation-Kultur geschaffen wird, die nicht unbedingt so gewollt sein kann. Das Ende wird eine gnadenlose Selbstzensur bilden, die die sozialen Netzwerke unter enormen politischen Druck setzen wird und rücksichtslos ausgenutzt wird, zum Beispiel von Heiko, dem en voguen smartem Maas aller Dinge. Der wird dann einfach mit seinem kleinen Zeigefinger rechthaberisch hin und her wedeln und die Plattformen werden folgen ob gut oder böse, weil eben alles sonst ziemlich teuer wird und wer hat schon mal so einfach 50. Millionen aus der Portokasse, außer du kannst es dir leisten wie Facebook, Google oder Youtube.  

 

Die Politik hat es in unseren Tagen wirklich nicht einfach, soviel steht fest. Das schaut nach vielen „unbezahlten“ moderaten Überstunden aus. Die Unternehmen und Plattformen jedweder Art müssen zudem mindestens halbjährlich einen Löschbericht veröffentlichen und Verantwortliche benennen. Keiner bleibt mehr undercover und hoffentlich ist keiner von der CDU/CSU dabei, sonst wird es teuer. Laut Maas, stelle dies aber keine Attacke auf die Meinungsfreiheit da, sondern sei eine essenzielle Voraussetzung für Demokratie, Recht und Freiheit.

 

Ich glaub, mir wird gerade richtig hundsmiserabel suboptimal. Jetzt brauch ich dringend einen „Moonshiner“, dann kann ich heute Nacht einfach besser schlafen bei so viel Bundes-Justizgewalt bleibe ich in der Regel immer hellwach und kann ganz schlecht schlafen. Wie viel Monitoring braucht der allgemeine Mensch eigentlich und wann ist Schluss mit dem huldigen Maß der Dinge. 

 

Immer auf Kosten von anderen Arbeiten, das ist die neue Politik und Heiko hat schnell gelernt. Naja, hat ja auch ne Verantwortung als Held bei seiner neuen Flamme anzukommen, nachdem sie lieber mit in der Regierung blieben, als gepflegt in der Opposition für Gerechtigkeit zu sorgen. Das Volk merkt sich so einen fetten Fauxpas und bitte merken, der Souverän vergisst nie. Denn der liest die „Blindzeitung", die ja so selbstlos informiert und so wertneutral ist, das einem der Atem stockt. Der Joke musste jetzt sein, sprach Wallenstein und Shop den „Heiko“ mit hinein. Ich liebe Politik, alles so superb Bund hier, das wusste seiner Zeit schon Nina Hagen und die war auch nicht immer einfach zu verdauen. 

 

Ihre Raue Wahrheit


Ehe für alle,

endlich mal eine „stimulierende“ wolkenlose rosa Linie am Horizont der Liebe, Hurra und wolle mir se reinlasse, einen Narrhallamarsch. 29.06.2017

 

Selbst in Köln wird es jetzt extrem viele rosa Ehen geben und die werden es „in sich haben“, möchte ich es mal benennen. 94. tausend schwule und lesbische Paare leben in Deutschland in einer ehejochsimilren Beziehung,  jetzt können sie loslegen, die traditionellen Werte sind ausgehebelt und die sakrale Ehe gilt ab jetzt für jeden. Klingt ein bisschen wie im Sommerschlussverkauf, wenn für alle, alles billiger wird. Warum eigentlich, es ging doch auch immer ohne den heiligen „Persilschein“.

 

Die unantastbar Ehe wird Gesetz und jeder darf heiraten, keiner muss, aber alle wollen jetzt und hier und heute. Ich sehe jetzt schon die Eheinstitute vor lauter rosa Wölkchen, in die Knie gehen, um mit unendlichen "Workouts" konfrontiert zu werden. Stimulation statt sinnlose Penetration. Das musste mal gesagt werden. Wie kann man die Ehe mal so eben kurzfristig außer Kraft setzen und für den Wahlkampf 2017 missbrauchen. Geht es eigentlich noch hier in Germany, oder was ist hier eigentlich los ? Potenz macht ohnmächtig, wenn man unbedingt an der Regierung bleiben will, koste es was es wolle. Sinn macht das ganze schon lange nicht mehr. 

 

Im Bundestag stimmten ja 393 sehr avantgardistisch orientierte Abgeordnete für die Öffnung der Liebe, der Hoffnung und der heiligen Steuervorteile für Schwule und Lesben. Immerhin haben die Politiker jetzt schon über 100. Tausend sicher Stimmen in ihrer Polit-Wahlurne, zugestimmt zu diesem heiligen Ehevorteil hatten CDU/CSU, unter anderem unsere blonde

kecke und wahrhafte ex Familienministerin und jetzige vereidigte Verteidigungsdrohne von Deutschland, Ursula von der Leyen, und das Peterle Tauber und ach und dann noch mein persönliches berliner Highlight, das berliner CDU-Erfolgsmodell Peter Altmaier. Ein Traum, was der alles so leistet in der Politik und da vor allem für Frau Merkel, einfach supi-trupi. 

 

Unsere Angie hat diesmal nicht mitgemacht und zur Abwechslung das Richtige getan und einfach wieder auf ihre Politberater gehört und mit „Nein“ gestimmt. Sie hätte ja gerne mit "Ja" gestimmt aus persönlichen Gründen, wie ich mir bei ihr gut vorstellen könnte, nur das hätte doch nicht ganz in die CDU-Kanzleramt-Ecke gepasst und sie wahrscheinlich eine Menge Stimmen gekostet. Genug „Schmonzes“ hat sie ja schon ohne Ende verzapft. Also wieder alles aussitzen und super neutral bleiben, wie die letzten „erfolgreichen“ temporären 16 Jahren, darin ist sie ja Superspitzenklasse und da macht ihr auch keiner so schnell etwas vor. 

 

Die SPD und auch die Grünen haben der CDU/CSU, den schneit abgekauft und waren zuerst da, mit dieser absurden Gesetzgebung. Aber mal ehrlich ist das der richtige Weg in die Ehefreiheit. Das sogenannte Grundgesetz, falls das überhaupt noch authentische Rechtskräftigkeit hat sagt, dass der Artikel 6, Absatz 1, Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt. Ein Kalauer, wenn man die aktuelle Gesetzesregelung zu diesem Artikel anschaut. Das Bundesverfassungsgericht vom 19. Juni 2012 stellte dazu fest, das die Ehe allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehalten sein sollte, das ja auch den Kindersegen unter der Hand justifiziert und eben dieser Artikel 6, Absatz 1, schützt dieses verfassungsrechtliche Hoheitsgebot. Wie kann dann eine Partei wie die Christlich Demokratische Union eigentlich mit auf die paradoxe Idee kommen und sich gegen die klassische Ehe zu entscheiden, dass genau diese Partei im politischen Kern ausmacht und seit ihrer Gründung bestand hatte.

 

Ohne „echte Ehe“, keine Wahlschäfchen, denen die Damen und Herren Politikerinnen ihre würdevolle Stimme geben können, das heißt also kein Mandat ohne Kinder, ups. Oh, haben da wieder einige Abgeordnete nichts richtig mitbekommen. Liegt wohl daran, das die meisten Schwulen und Lesben selbst keine Kinder haben und zu hauf in der CDU ihr Wahlbuch finden. Schon merwürdig oder? Ich dachte immer, die Grünen wären unser Problem aber anscheinend doch nicht eklatanter Weiße. Verstehen sie mich bitte nicht falsch, ich bin dafür das schwule und lesbische Paare einen eheähnlischen Status bekommen, aber dies kann niemals das Gleiche sein, wie eine Ehe zwischen Mann und Frau. Aber daraus gleich eine offizielle „Ehe“ zu machen finde ich schon ziemlich skurril. 

 

Stellen sie sich jetzt mal kurz vor, wie viele schwule Priester dieser Tage die offizielle Ehe wollen und der Vatikan in riesen „Schwulitäten“ kommt, muss das denn sein. Oder während einer Messe heißt es dann eventuell: „Der Papst in Rom zelebriert eine Messe und schwenkt dabei seinen heiligen Weihrauch, das sieht ein vor kurzem geehelichtes schwules Ehepärchen und sagt, he süßer dein Handtäschen brennt.“ So kann es gehen, bei viel Rauch um nichts. 

 

Aber gab es das nicht schon länger und in anderer Form, die „Ehe“ für alle. Da war doch das Lebenspartnerschaftsgesetz, das dies wunderbar regelte und viele prominente Beispiele, die darauf zurückgriffen, auf diese aktenkundige Lebenspartnerschaft, wie zum Beispiel der Star-Figaro Udo Walz, der am 26. Juli 2008 seinem Lebenspartner das Jawort gegeben hat, oder denken sie mal an den damaligen Außenminister Guido Westerwelle, der seit dem 17. September 2010, mit seinem Lebenspartner verheiratet war. Diese klassischen prominenten Paradebeispiele veranlassten gleichwohl viele gleich geschlechtliche Partnerschaften, diesen speziellen Weg zu gehen und sich offiziell ehelichen zu lassen. Warum auch nicht. 

 

Hoffentlich bleibt es bei diesen einfachen Missverständnissen denn, wenn das ausartet, werden die Katholiken bald ein großes Problem bekommen, soll heißen: „Papa, ich hob mi verliebt!“ „Jou, mei Sohn, in wen denn?“„Ich mogs Ga nit soge ...“

„Jo sog schon! In die Marie?“ „Neee ...“ „Jo mei! In die Eva vielleicht?“„Neee, Papa...“

„Etwa in die Zensi, die olle Pitch?“ „Nee, Pappa ... in ... in... in den Sepp!“ „In den Sepp? Ja aber is der nit ... Der ist doch evangelisch!“  Ja mei, wolle wir mal allesamt hoffen das diese „Ehe für alle“ auch sinnvoll funktioniert und ohne Streit zwischen den Katholiken und den Evangelisten endet. In diesem Begehr.

 

Ihre Raue Wahrheit